Referenzfälle
Sechs Fälle aus Wien zeigen, wie ein schwacher, ein mittlerer und ein starker Businessplan aussehen. Drei beschreiben reale Anergienetze, drei sind fiktive Pläne rund um reale Gebäude.
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So lesen Sie die Fälle
- Fakten: Was ein Fall über ein reales Gebäude oder Projekt sagt, stammt aus den darunter genannten Quellen. Jeder Link wurde am 25. Oktober 2026 geöffnet und sein Inhalt geprüft. Die Fälle nutzen amtliche Seiten und Dokumente, begutachtete Fachartikel und die eigenen Seiten von Bauträgern oder Betreibern zu ihrem eigenen Projekt, aber keine Nachrichtenartikel oder Blogs.
- Reale Fälle: Der Plan gibt veröffentlichte Fakten wieder. Wo er etwas ergänzt, das nicht veröffentlicht ist, steht (vorgeschlagen) im Text, oder der Text sagt, dass die Angabe nicht öffentlich ist.
- Fiktive Fälle: Ein reales Gebäude ist der Anker, der Plan rundherum ist erfunden. Erfundene Details sind mit (illustrativ) markiert. Jeder fiktive Fall sagt das auf seiner Karte, im Projekt, das er öffnet, und unten.
- Planqualität: Jede Gruppe hat einen starken, einen mittleren und einen schwachen Plan. Ein starker Plan ist konkret, beziffert und mit Quellen belegt, nennt ein K.-o.-Kriterium samt Prüfung, rechnet seine Kosten über die Laufzeit und endet mit einem Entscheidungspunkt. Ein mittlerer Plan ist konkret, lässt aber die Prüfung über die Laufzeit, einzelne Prüfungen oder den Entscheidungstermin offen. Ein schwacher Plan bleibt kurz und vage, lässt Felder leer und markiert das falsche Risiko als K.-o.-Kriterium. Schwache Pläne sind schwach durch das, was sie weglassen, nie durch falsche Aussagen über ein reales Gebäude.
- Quick Check: Der Quick Check ist ein erstes Screening. Er zählt Gebäude mit Standard-Nutzflächen und setzt jede Quelle mit ihrer Standardkapazität an. Große Projekte zeigen daher eine geringe Wärmedeckung, und alle sechs Fälle enden bei Weitere Analyse erforderlich. Wo ein Fall seinen Jahresbedarf nennt, ist er als bekannter Bedarf eingetragen. Nicht veröffentlichte Eingaben sind Schätzungen und werden beim jeweiligen Fall genannt.
Smart Block Geblergasse
Reales Anergienetz, starker Plan.
Geblergasse 11 und 13 in Hernals, 1170 Wien: Zwei Gründerzeithäuser mit 25 Wohnungen teilen Erdwärmesonden unter dem Hof, zwei Hybrid-Solardächer mit je 54 m² und eine Wärmepumpe, gebaut ab August 2018. Es ist das erste Anergienetz in einem Wiener Gründerzeitblock und mit vorbereiteten Leitungsanschlüssen so angelegt, dass weitere Häuser des Blocks dazukommen können.
Der Plan ist stark, weil er mit veröffentlichten Zahlen arbeitet: Planwerte von 90 + 67 MWh/a Raumwärme und 30 + 20 MWh/a Warmwasser, Kosten laut Ausschreibung von rund 320.000 € und eine Förderung der Stadt von 30 %, rund 95.000 €. Er legt eine Preisregel fest, Kosten der Mieter*innen höchstens auf Fernwärmeniveau, rechnet die Kosten über 20 Jahre mit den Standardwerten des Quick Check, nennt Kein Bohrplatz für Phase 2 als K.-o.-Kriterium und endet mit einer Entscheidung über Phase 2 binnen 12 Monaten unter vier Bedingungen. Das Wärmeliefer-Contracting und Phase 2 sind Vorschläge.
Eingaben im Quick Check: 2 Wohngebäude von vor 1919 auf 1.000 m², Geothermie und Solarthermie mittel, Umgebungsluft gering, PV und der veröffentlichte Wärmebedarf von 207.000 kWh/a. Fläche und Potenziale der Quellen sind Schätzungen. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich, weil die Standardkapazitäten der Quellen weniger als die Hälfte dieses Bedarfs decken.
Quellen:
- Burtscher-Durig ZT GmbH, ÖGUT, Komobile w7, Gruber, M., Zeininger, J. (2018). SMART BLOCK II Energy: Energie, Mobilität, Finanzierung, Kommunikation. Publizierbarer Endbericht. Klima- und Energiefonds, Blue Globe Report Smart Cities 6/2018.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung, mit dem Bundesministerium BMK und dem Österreichischen Städtebund (2020). Projektbericht AnergieUrban, Stufe 1: Die Stadt als Energiespeicher. Stadt Wien, über Wienbibliothek digital.
- Stadt Wien, Wiener Wohnen Kundenservice GmbH (2026). SMART BLOCK Geblergasse. socialhousing.wien, das Wohnportal der Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Förderrichtlinie für Wärmenetze (Anergienetze) in Verbindung mit Wärmepumpen im Rahmen einer Heizungsumstellung ab zwei Objekten 2024/2025. Stadt Wien.
- Kommunalkredit Public Consulting (2026). Informationsblatt Erneuerbare Mikronetze für Betriebe und Gemeinden (Version 05/2026). Umweltförderung im Inland.
- Stadt Wien (2025). WieNeu+ im Grätzl 20+2: Anergienetz Startzellen (ÖGUT). Stadt Wien, über Wienbibliothek digital.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Der Wiener Wärmeplan 2040 (Karte und Gebietskategorien). Stadt Wien.
- Kranzl, L., Frank-Stocker, A., Hummel, M., Müller, A., Patel, N., Wiechers, E., Worm, J., Ziegler, M. (2026). Anergienetze: Gamechanger oder Nischenlösung für die urbane Wärme- und Kälteversorgung?. 19. Symposium Energieinnovation, TU Graz; auf Basis einer Studie für die Stadt Wien, MA 20.
Kraftwerk Seebogen, Seestadt Aspern
Reales Anergienetz, mittlerer Plan.
Am Bauplatz H6 der Seestadt Aspern, 1220 Wien, haben fünf Bauträger einen gemischten Block mit rund 270 Wohnungen und rund 250 Arbeitsplätzen errichtet und teilen großteils ein Energiesystem: Alle Gebäude außer dem fernwärmeversorgten Gewerbehof der Wirtschaftsagentur Wien hängen am Anergienetz. Zwei Sondenfelder mit 92 Bohrungen zu je 150 m dienen als saisonaler Speicher; Außenluft, Abwärme eines Supermarkts und weiterer Räume sowie vier Dach-PV-Anlagen ergänzen es. Das Netz läuft mit 4 °C im Frühjahr bis 16 °C im Herbst, deckt rund 1.600 MWh/a Raumwärme samt Warmwasser und Sommerkühlung und spart rund 440 t CO2 pro Jahr.
Der Plan ist mittel, weil die öffentlichen Quellen Lücken lassen, die er nicht schließt: wem welcher Teil gehört und wer ihn betreibt, die Preise, die Finanzierung, die Kostenaufteilung zwischen den fünf Bauträgern und ein Entscheidungstermin. Wo Fakten vorliegen, ist er konkret, nennt grobe Bohrkosten zu Preisen von 2020 und ein K.-o.-Kriterium, Fünf Bauträger sind uneinig, aber seine Prüfungen bleiben offen.
Eingaben im Quick Check: 5 Gebäude ab 2011 auf 1 ha, 80 % Wohnen und 20 % Kategorie A, alle drei geschätzt; Geothermie hoch, Abwärme und Umgebungsluft mittel, PV und die veröffentlichten 1.600.000 kWh/a Raumwärme. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich, weil die Gebäudedichte gering ist und die Standardkapazitäten nur einen Teil des Bedarfs decken.
Quellen:
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Energie-Vorzeigeprojekt: Kraftwerk Seebogen. Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung, mit dem Bundesministerium BMK und dem Österreichischen Städtebund (2020). Projektbericht AnergieUrban, Stufe 1: Die Stadt als Energiespeicher. Stadt Wien, über Wienbibliothek digital.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Förderrichtlinie für Wärmenetze (Anergienetze) in Verbindung mit Wärmepumpen im Rahmen einer Heizungsumstellung ab zwei Objekten 2024/2025. Stadt Wien.
- Kranzl, L., Frank-Stocker, A., Hummel, M., Müller, A., Patel, N., Wiechers, E., Worm, J., Ziegler, M. (2026). Anergienetze: Gamechanger oder Nischenlösung für die urbane Wärme- und Kälteversorgung?. 19. Symposium Energieinnovation, TU Graz; auf Basis einer Studie für die Stadt Wien, MA 20.
Village im Dritten
Reales Anergienetz, schwacher Plan.
Village im Dritten ist ein neues Quartier in der Landstraße, 1030 Wien, entwickelt von ARE Austrian Real Estate mit weiteren Bauträgern: rund 11,5 ha mit 22 Bauplätzen, rund 250.000 m² Bruttogeschoßfläche und rund 1.900 bis 2.000 Wohnungen. Sein Energiesystem nutzt, was die Entwicklerin das größte Erdsondenfeld Österreichs nennt: 500 Sonden mit 150 m Tiefe speisen ein Anergienetz zu den Wärmepumpen in jedem Gebäude, die die Wohnungen über Fußbodenheizung mit bis zu rund 37 °C heizen. Fernwärme deckt Spitzen und Warmwasser, im Sommer temperiert das Erdreich die Wohnungen und kühlt die Gewerbeflächen, und PV mit rund 1 MW erzeugt Strom. Wien Energie hat das Konzept 2023 vorgestellt.
Der Plan ist schwach, obwohl diese Fakten öffentlich sind: Er nennt Bedarf, Kosten und Betreiber nur vage, lässt Kundenbeziehung, Finanzierung, Feedback, wirtschaftliche Skalierbarkeit und Pilot leer, prüft seine einzige kritische Annahme später und markiert Bauverzögerungen als K.-o.-Kriterium. Alles, was er sagt, stimmt; ein stärkerer Plan würde die Fakten oben nutzen und die Erdreichbilanz der 500 Sonden prüfen.
Eingaben im Quick Check: 22 Gebäude ab 2011 auf 11,5 ha, Geothermie hoch, PV. Ein Gebäude pro Bauplatz ist eine Schätzung, und der Wohnanteil an der Fläche, 76 %, dient als Anteil der Wohngebäude, der Rest als Kategorie A. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich, weil Wärmedeckung und Gebäudedichte gering sind.
Quellen:
- ARE Austrian Real Estate (2026). Village im Dritten: Projekt. ARE Austrian Real Estate.
- ARE Austrian Real Estate (2026). Village im Dritten: Energiesystem. ARE Austrian Real Estate.
- ARE Austrian Real Estate (2021). Village im Dritten: Projektfolder. ARE Austrian Real Estate.
- Köfinger, M. (Wien Energie) (2023). Volle Energie fürs Klima! Mit innovativen Konzepten in eine klimaneutrale Zukunft. Zero Emission City 2023, Wirtschaftskammer Wien.
Klinik Donaustadt: fiktives Grundwassernetz
Fiktiver Plan rund um ein reales Gebäude, starker Plan.
Fiktiver Businessplan rund um ein reales Gebäude: Weder Eigentümer noch Betreiber haben ihn geplant oder befürwortet.
Der reale Anker ist die Klinik Donaustadt, Langobardenstraße 122, 1220 Wien: ein kommunales Spital der Stadt Wien, geführt vom Wiener Gesundheitsverbund, mit 963 systemisierten Betten (Anstaltsordnung, 2022), niedrig gebaut mit höchstens fünf Stockwerken auf insgesamt 170.000 m². In den geprüften Quellen findet sich kein Energieprojekt des Spitals, und sie nennen seine Wärmeversorgung nicht. Die Donaustadt hat rund 12.010 Gebäude mit Gas und rund 1.500 mit Fernwärme, und eine Studie von TU Wien und e-think für die Stadt (Kranzl et al., 2026) nennt die Donaustadt als Gebiet, in dem Grundwassernutzung realistisch ist.
Der illustrative Plan ist ein Grundwasser-Anergienetz von 2,5 km für das Spital, sechs Wohnblöcke mit 600 Wohnungen und eine Schule. Er schätzt die Wärme des Spitals mit 27,9 GWh/a aus dem deutschen Durchschnitt von 29 MWh pro Bett und Jahr, nimmt davon 25 % plus die Kälte des Spitals und kommt auf rund 12,2 GWh/a oder 4,9 MWh pro Meter Künette. Eine Investition von 12,9 Mio. €, eine Prüfung über die Laufzeit mit einem Überschuss von rund 0,45 Mio. € pro Jahr, Sensitivitäten für fehlende Wohnbauten, Brunnenkosten und Strom, das K.-o.-Kriterium Grundwasserergiebigkeit oder Bewilligung scheitert mit einem Probebrunnen vor jedem Planungsgeld und Entscheidungspunkte in den Monaten 6 und 12 machen ihn stark. Die Klinik Floridsdorf, wo Wärmepumpen die Abwärme eines Rechenzentrums von 26 °C auf 82 °C für 50 bis 70 % der Spitalswärme heben, zeigt, dass Wärmepumpen im Spital in dieser Größe funktionieren.
Eingaben im Quick Check: 8 Gebäude (das Spital in Kategorie C, 6 Wohnblöcke, 1 Schule in Kategorie A) auf 25 ha, ein Netz von 2.500 m, Grundwasser hoch und Abwärme mittel, PV und der Bedarf laut Plan von 12,2 GWh/a Wärme und 2,0 GWh/a Kälte. Alles außer dem Spital ist illustrativ. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich: Die Wärmedichte ist hoch, aber die Standardkapazitäten der Quellen decken nur einen kleinen Teil des Bedarfs, und die Gebäudedichte ist gering.
Quellen:
- Wiener Gesundheitsverbund, Klinik Donaustadt (2022). Anstaltsordnung der Klinik Donaustadt. Wiener Gesundheitsverbund.
- Wiener Gesundheitsverbund, Klinik Donaustadt (2026). Das Haus. Wiener Gesundheitsverbund.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Energie-Info Donaustadt, 22. Bezirk. Stadt Wien.
- Kranzl, L., Patel, N., Fallahnejad, M., Frank-Stocker, A., Hummel, M., Müller, A., Wiechers, E., Worm, J., Ziegler, M. (2026). Anergienetze: Gamechanger oder Nischenlösung? (Vortrag). 19. Symposium Energieinnovation, TU Graz.
- Kranzl, L., Frank-Stocker, A., Hummel, M., Müller, A., Patel, N., Wiechers, E., Worm, J., Ziegler, M. (2026). Anergienetze: Gamechanger oder Nischenlösung für die urbane Wärme- und Kälteversorgung?. 19. Symposium Energieinnovation, TU Graz; auf Basis einer Studie für die Stadt Wien, MA 20.
- Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) (2020). Energieeffizienz für Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt. LENA, Magdeburg.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Energie-Vorzeigeprojekt: Klinik Floridsdorf. Stadt Wien.
- Kommunalkredit Public Consulting (2026). Informationsblatt Erneuerbare Mikronetze für Betriebe und Gemeinden (Version 05/2026). Umweltförderung im Inland.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Förderrichtlinie für Wärmenetze (Anergienetze) in Verbindung mit Wärmepumpen im Rahmen einer Heizungsumstellung ab zwei Objekten 2024/2025. Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Der Wiener Wärmeplan 2040 (Karte und Gebietskategorien). Stadt Wien.
Ottakringer Bad: fiktives Sommerwärmenetz
Fiktiver Plan rund um ein reales Gebäude, mittlerer Plan.
Fiktiver Businessplan rund um ein reales Gebäude: Weder Eigentümer noch Betreiber haben ihn geplant oder befürwortet.
Der reale Anker ist das Ottakringer Bad, Johann-Staud-Straße 11, 1160 Wien: ein Kombibad der Stadt Wien mit Hallenbad, Sauna und einem Freibad, das vom 2. Mai bis Mitte September offen hat. Die Stadt errichtete es 1926 als erstes Wiener Freibad, das sein Wasser vorwärmen konnte, baute es von 1966 bis 1972 um und ergänzte ab 1971 ein Hallenbad. Wie es beheizt wird, sagen die geprüften Quellen nicht. Ottakring hat rund 3.380 Gebäude mit Gas und rund 180 mit Fernwärme.
Der illustrative Plan ist ein Netz von 700 m, das sommerliche Abwärme der Kühlung eines Supermarkts ins Freibad leitet und im Winter drei Wohnblöcke über Sonden versorgt. Freibäder brauchen 0,3 bis 0,7 MWh pro m² Wasserfläche und Jahr, Hallenbäder 3 bis 7; die effizientesten Bäder gewinnen Wärme aus Abwasser und Abluft zurück, und das sanierte Hallenbad Floridsdorf senkte seinen Fernwärmeverbrauch um 95 %. Der Plan ist mittel: Er beziffert den Bedarf und einen Teil der Kosten, nennt Gemeinderat genehmigt die Investition im Bad nicht als K.-o.-Kriterium und hat drei Prüfungen, aber keine Prüfung über die Laufzeit, lässt eine Prüfung und den Entscheidungstermin offen und lässt das Hallenbad weg.
Eingaben im Quick Check: 5 Gebäude (das Bad in Kategorie C, ein Supermarkt in Kategorie A, 3 Wohnblöcke von 1919 bis 1960) auf 4 ha, ein Netz von 700 m, Abwärme und Geothermie mittel, keine PV. Alles außer dem Bad ist illustrativ. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich, weil Wärmedeckung und Gebäudedichte gering sind.
Quellen:
- Stadt Wien, Wiener Bäder (2026). Ottakringer Bad: Kombibad der Stadt Wien. Stadt Wien.
- Wien Geschichte Wiki (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wienbibliothek im Rathaus) (2023). Ottakringer Bad. Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Energie-Info Ottakring, 16. Bezirk. Stadt Wien.
- Schlesiger, G. (2002). Energie- und wassersparende Maßnahmen in Bädern. BISp-Jahrbuch 2001, Bundesinstitut für Sportwissenschaft, 55–62.
- Kampel, W., Aas, B., Bruland, A. (2014). Characteristics of energy-efficient swimming facilities – A case study. Energy 75, 508–512.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Energie-Vorzeigeprojekt: Hallenbad Floridsdorf. Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2026). Energie-Vorzeigeprojekt: Kraftwerk Seebogen. Stadt Wien.
- Giunta, F., Sawalha, S. (2021). Techno-economic analysis of heat recovery from supermarket's CO2 refrigeration systems to district heating networks. Applied Thermal Engineering 193, 117000.
- Kommunalkredit Public Consulting (2026). Informationsblatt Erneuerbare Mikronetze für Betriebe und Gemeinden (Version 05/2026). Umweltförderung im Inland.
Großmarkt Wien: fiktiver Abwärmeplan
Fiktiver Plan rund um ein reales Gebäude, schwacher Plan.
Fiktiver Businessplan rund um ein reales Gebäude: Weder Eigentümer noch Betreiber haben ihn geplant oder befürwortet.
Der reale Anker ist der Großmarkt Wien, Laxenburger Straße 365-367, 1230 Wien, den sein Betreiber Österreichs bedeutendste Handelsdrehscheibe für Obst, Gemüse, Lebensmittel und Blumen nennt: rund 30 ha mit rund 220 Bestandnehmer*innen und rund 1.400 Beschäftigten. Er wurde im Oktober 1972 eröffnet, 1987 und 2001 mit mehr Kühl- und Lagerräumen modernisiert und wird seit Jänner 2019 von der Wien Holding über die GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH geführt. Seine Broschüre von 2022 nennt rund 300.000 m² Gesamtfläche, davon rund 76.000 m² Gebäude und Hallen. Liesing hat rund 7.570 Gebäude mit Gas und rund 680 mit Fernwärme.
Der illustrative Plan will Abwärme aus den Kühlräumen an die Nachbarschaft verkaufen. Er ist absichtlich schwach: Er misst die Abwärme nicht, nennt keine Kund*innen, lässt Kosten, Finanzierung und Entscheidung leer, markiert Leitungsbau in Straßen als K.-o.-Kriterium statt der unbekannten Wärmemenge und nimmt ungeprüft an, dass die Kühlwärme heute ungenutzt ist. Ein stärkerer Plan würde zuerst Wärmemenge und Wert beziffern, wie es eine techno-ökonomische Analyse der Wärmerückgewinnung aus Supermarkt-Kälteanlagen tut.
Eingaben im Quick Check: 12 Gebäude, geschätzt, auf 30 ha, alle als Kategorie A von 1961 bis 1990 eingetragen, und Abwärme mit unbekanntem Potenzial, keine PV. Ergebnis: Weitere Analyse erforderlich, festgelegt durch die Regel für eine unbekannte Quelle.
Quellen:
- GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH (2026). Daten und Fakten. Großmarkt Wien.
- GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH (2026). GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH. Großmarkt Wien.
- GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH (2022). Jubiläumsbroschüre 50 Jahre Großmarkt Wien: Garantierte Versorgung für Wien. Großmarkt Wien.
- Wien Geschichte Wiki (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wienbibliothek im Rathaus) (2024). Großmarkt Inzersdorf. Stadt Wien.
- Stadt Wien, MA 20 Energieplanung (2024). Energie-Info Liesing, 23. Bezirk. Stadt Wien.
- Giunta, F., Sawalha, S. (2021). Techno-economic analysis of heat recovery from supermarket's CO2 refrigeration systems to district heating networks. Applied Thermal Engineering 193, 117000.